Die grünen Mitglieder des Senats und der Hamburgischen Bürgerschaft werden aufgefordert, sich für Unterstützung der Hamburger Hochschulen und Universitäten beim zukunftssicheren Umbau ihrer Strukturen einzusetzen. Dadurch sollen strukturelle Schäden abgewendet und gleichzeitig eine Anpassung an die aktuelle Haushaltslage ermöglicht werden.
Dazu sollen:
1. In einem gemeinsamen Verfahren zwischen Stadt und allen staatlichen Hamburger Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen die Ziele der Strukturprozesse bis 2036 festgelegt werden. Neben Einsparungen und einer strategischen Schwerpunktsetzung sollen dabei insbesondere Nachhaltigkeit, Studierbarkeit, Sozialverträglichkeit und Gleichstellung gesichert werden. Hierfür sollen sämtliche Akteure in der Hochschule einen Beitrag leisten. In diesen Prozess sollen alle Mitgliedergruppen der Hochschulen transparent eingebunden werden.
2. Um einen Strukturprozess ohne irreversible Schäden, die durch nicht steuerbare und kurzfristige Pauschalkürzungen entstehen würden, zu ermöglichen, soll die Stadt die Einrichtung eines Fonds z.B. bei der Finanzserviceagentur prüfen, der Hochschulen kurzfristige, rückzahlbare Finanzmittel unter klaren Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt.
3. Die Aufwuchsraten der Hochschulbudgets auf die tatsächlichen Kostensteigerungen durch Tarifanpassungen, Energiekostensteigerungen und Inflation angepasst werden, um die Entstehung struktureller Defizite nachhaltig zu verhindern.
4. Die Entwicklungsziele der Hochschulen regelmäßig evaluiert werden und die Potentiale, den Wissenschaftsstandort Hamburg zu stärken, genutzt werden.