Bestand von Nutrias tiergerecht reduzieren!

PDF

Wir fordern anlässlich der aktuellen Entwicklungen:

  • die Forschung zu stärken im Bereich invasiver Arten, damit faktenbasiert
    über Managementmaßnahmen gemäß EU-Verordnung 1143/2014 entschieden wird.
    Eine Datenlage muss wissenschaftliche Grundlagen schaffen, um einen
    tierschutzgerechten Umgang mit den Tieren zu ermöglichen.
  • Es braucht ein Management gemäß der EU-Verordnung 1143/2014 für invasive
    Arten. Töten ist immer das letzte Mittel. Zuerst sind Maßnahmen
    durchzuführen, die die Vermehrung auf andere Weise als Tötung eindämmen:
    statt Tötung an alternativen Mittel abzuprüfen ist: Fütterungsverbote,
    Umwandlung, Überkletterung. Maßnahmen wie die Sterilisation der Tiere
    müssen geprüft werden. Die Bejagung hat nicht zu einer merklichen
    Reduktion der Bestände geführt, hieran sollte nicht schlicht aus Prinzip
    festgehalten werden. Das weitere Vorgehen sollte wissenschaftlichen
    Erkenntnissen entsprechen, die tatsächliche Bestandsreduktion zum Ziel
    haben und in enger Abstimmung mit der Umweltbehörde erfolgen.
  • Da nach bisherigen Erkenntnissen das Zusammenleben von Nutria und Biber
    friedlich und ohne Konkurrenz verläuft, müssen Maßnahmen besonders in
    Gebieten, in denen auch der streng geschützte Biber lebt, gemonitort
    werden oder gänzlich unterbleiben.
  • Invasive Arten dürfen von Wildtierstationen gemäß EU-Verordnung 1143/2014
    nicht freigelassen werden. Damit die Wildtierstationen nicht überfüllt
    sind, wäre ist eine Ausnahmegenehmigung für die Auswilderung der invasiven
    Arten (kastriert/sterilisiert) in diesem Sonderfall sinnvoll. Die
    zeugungsunfähigen Tiere würden dann den Lebensraum besetzen, was und
    können so wirksam zu einem Populationsrückgang führt.
  • Bewusstsein schärfen: Welche Verantwortung tragen Menschen eigentlich an
    dieser Situation? Menschen haben die invasiven Arten eingebracht, da
    müssen wir auch vernünftig mit umgehen. Die Bevölkerung sollte umfassender
    informiert werden, u.a. auch zur Fütterung.
Klimaneutralität 2040: Wirksam…
Nachhaltige und transparente E…